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Samstag, 21. Oktober 2017

Inneneinrichtungstipps

Mein Büro ist nun komplett. Die Arbeitsagentur hat mir einen elektirsch stufenlos höhenverstellbaren Tisch bezahlt. Dazu muss man ein Antrag auf Erstattung von technischen Arbeitsmitteln ausfüllen. Eine Behinderung braucht man dafür nicht, aber ärztliche Befunde, die Probleme mit der Wirbelsäule nachweisen. Der Tisch ist wirklich toll. Wenn ich sitze, stütze ich mich auf ihm ab (er könnte etwas tiefer sein, damit man dann nicht so nah am Bildschirm ist). Kollegen sind neidisch.

Die Universität hat mir außerdem einen Stuhl bezahlt und organisiert, der der rückengerechteste auf dem Markt sein soll (dafür hab ich gar nichts gemacht außer gesagt, dass ich eine Behinderung von 20 Grad habe und Probleme beim Sitzen, das war also Glück). Aber auch dieser Superstuhl funktioniert nach wie vor nur mit meinem Frosch-Sitzkissen und einem zusätzlichem Nackenpolster, wenn ich mich mal zurücklehnen will. Es gibt für Computerspieler auch Sitze die bis zu 180° zurückschraubbar sind, aber die sehen dann nicht nach Büro aus. Ich hab lange überlegt, so einen zu kaufen, aber mir erschien die Rückenlehne dann selber etwas ungerade und unbequem.
Leihweise hab ich auch einen Swopper: der ist aber erst mit dem höhenverstellbarern Tisch brauchbar geworden, davor hab ich ihn nur zum Beinehochlegen genutzt.
Ein Stehhilfe fehlt noch und ein Laptopp - Letzteres ist wohl auch bequemer als ein Desktoprechner.

Freitag, 1. April 2016

Hilfsmittel für junge Frauen mit der Omakrankheit

Nach dem ich nun den 1. Millionsten Klick auf meine Blog Leben mit schwangerschaftsassoziierter Osteoporose erhalten habe, lohnt es sich jetzt auch, dass ich Produktwerbung mache und damit satt Geld verdiene.* 

* Das ist natürlich ein Aprilscherz. Ich hab noch unter 200 Besucher. Aber es macht mir Spaß die ganzen Tools auf rückenfreundlichkeit zu testen.
 

Kleine Alltagshelfer für Omas und Rückenkranke
Hier meine neusten Erwerbungen, die für Omas aber auch für Rückenkranke super sind. Alle drei Dinge sind auch unerlässlich bei der Versorgung von Babys. Den Besen und das Kehrblech mit Stiel brauche ich nach jedem Essen, da die Kinder so viel herunter fallen lassen.
Der Greifer ist erst ein paar Tage alt, überzeugt aber schon jetzt. Die Kinder verstreuen in Null Komma Nix, ihre Spielsache, Töpfe und vieles mehr in der ganzen Wohnung, damit ich mich dabei nicht mehr bücken muss, hilft der Greifer super beim Aufsammeln. Außerdem wollte ich um unser Haus ab und zu Müllsammeln, dafür wäre er auch ideal.
Alle drei Gegenstände sind auch so stabil genug, dass sie selbst von den Kindern zum Spielen genutzt werden können.


Nachtrag: weitere Hilfen


Fahrrad mit gepackten Einkaufsfahrradtaschen
Beim Einkaufen brauche ich "Hilfsmittel" für den Transport, ein Rucksack scheidet da für mich aus und mit den rollenden Taschen für Omas kann ich mich mit 35 auch noch nicht anfreunden. Aber die schweren Einkäufe aus dem Supermarkt müssen ja irgendwie nach Hause. Da finde ich Fahrradtaschen praktisch und man sieht dabei auch noch jung und sportlich aus :-) Das Fahrrad kann ich glücklicherweise auch direkt vor unsere Wohnungstür fahren. Das Auto nicht. Auch auf Wochenmärkten funktioniert das Fahrrad, wenn nicht zu viel los ist.
Im Einkaufsladen habe ich oft in den Einkaufswagen noch eine große Ikeatasche gelegt, dorthinein habe ich dann alle Waren gelegt. An der Kasse muß ich mich dann nur einmal über den Einkaufswagen beugen, um die Ikeatasche herauszunehmen so muss ich mich nicht für jede Milchflasche im Wagen einzeln krümmen.


Schweres Paket im Handwagen
Die Nachbarin lieh mir ihren Handwagen für ein schweres Paket, das bei der nahgelegenen Einzelhändlerin abgegeben wurde. Normalerweise würde ich den Kinderwagen dazu nutzen. Aber der war gerade nicht da.










Schlitten als Transporthilfe
Nachtrag Winter 2016: Ich musste aus dem Auto die Autositze herholen. Es stand aber weit weg und war kaputt. Schlitten sind eine Hilfe nur für wenige eisige Tage.











Klappbarer Bollerwagen gefüllt mit vier Kästen Bier

Nachtrag Winter 2016/17: Ein klappbarer Bollerwagen ist auch eine gute Ergänzung für meinen Fuhrpark und ein guter Notkinderwagen. Hiermit kann man bis zu 100 Kilogramm transportieren und ich hab damit schon Sperrmüll allein ins Auto getragen.







Sitzbank als Oberkörperstütze. Die Knie sind auf dem Kissen.
Nachtrag Frühling 2017 - Ernte-, Umgrab- und Unkrautzupfhilfe im Garten: Ich lege meinen Oberkörper für die Erdarbeiten auf diesen kleinen Plastiktisch (gekauft im Baumarkt), die Knie liegen auf dem Kissen. So ist die gesamte Wirbelsäule gestützt und ich kann ohne Schmerzen Unkraut zupfen und etwas umgraben  - So lang bis es langweilig wird. Die Körperhaltung ähnelt der Position Katze aus dem Yoga oder Pillates. Dort her hatte ich auch die Idee für diese Arbeitsweise. Gelegentlich geht das Arbeiten in der Katzenposition auch ohne Tischchen als Hilfe.

Nachtrag Herbst 2017: Ich hab es getan, ich habe mir einen Oma Einkaufstrolly gekauft. Ich teste ihn jetzt bei einer Dienstreise. Zumindestens hat er größere Räder als die Rollkoffer und damit auch eine weitere Laufweite und kann mehr Zusatzgepäck aufnehmen und ist bedingt treppensteigtauglich. Er müsste nur noch bequem ans Rad geklippt werden können wie die Fahrradtaschen. Ich vermute jedoch, dass es nicht so super rückengerecht ist. Weil man immer nur mit einem Arm den Trolly zieht und dadurch seltsame ungleichmässige Belastungen enstehen. (Bild folgt)


Handtaschen: Es klinkt seltsam aber ich hab auch keine Lust mehr auf Handtaschen, egal wie klein sie sind, irgendwie ist die Belastung doch sehr einseitig und es nervt auf Dauer - so richtig weh tun tuts ja nicht direkt. Aber ich erwiche mich so oft dabei, dass ich die Handtasche rückengerecht mit beiden Armen vor meinem Oberkörper trage. Vermutlich trägt die Schwingbewegungen der Tasche noch zu einer größeren Belastung bei. Muss wohl ein Minirucksack her ... die ultimative Lösung ist das aber nicht, weil das die Leute doch etwas lustig finden - und auf Arbeit will ich nicht unbedingt auffallen. Für alles was man "obenrum" trägt, empfiehlt es sich, leichte Versionen zu wählen. Das gilt auch für Jacken und Rucksäcke und vielleicht sogar das Portomonai. Leder als Material ist da out.

Montag, 8. Februar 2016

Kreative Ideen

In der Zeit als ich meine Kinder noch nicht tragen konnte, tüftelte ich im Kopf immer an einer Lösung für den Transport der Kinder aus der Wohnung ein paar Stufen tiefer in den Kinderwagen. Ich träumte von einer Laufkatze, die durch die Wohnung fährt und in die ich die Kinder hineinlegen kann zum Transport. Problematisch war da vor allem der Weg aus der Wohnung. Naja, es war sowieso nur ein Hirngespinst. Die viel bessere Lösung kam mir, als ich allein mit einem Baby drin war und alle anderen draußen. Als ich gerade dabei war Hilfe zu holen, fiel mir ein einfacher Buggy im Flur auf. Ich packte das Baby da rein, das ging wenn ich meine Ellenbogen dabei abstützte. Damit konnte ich das Baby vorsichtig die paar Stufen hinunter manövrieren.
In der Wohnung hatte ich die Kinder von einem Raum zu einem anderen auch einfach in einer Tragetasche auf dem Boden herum geschoben.
Man brauch einfach Kreativität um schwere Sachen zu transportieren. Meinen Partner überraschte ich, in dem ich aus dem Supermarkt mit einem vollen Kasten Bier im Einkaufswagen kam. Wie hatte ich den da hin bekommen. Hab ich jemanden um Hilfe gefragt? Nein. Hatte ich mir eine Rampe gebaut? Nein. Was dann? Mehr als 1 Kilo konnte ich ja nicht tragen? Ich hab einfach eine Kiste leer gemacht, sie in den Wagen gestellt und dann nacheinander alle Flaschen rein gestellt. An der Kasse brauchte ich ja nur eine Flasche aufs Band legen.
Von einer anderen Frau erhielt ich den Tipp, den Wäschekorb aufzuteilen, also einfach mehrmals hin und her gehen. Ich hab den Korb einfach auf dem Boden gestellt und geschoben, dem Plastikkorb hat das nicht geschadet. Am Anfang hab ich auch den Wasserkocher nicht gehoben und ihn über die Theke geschoben. Kratzer gab es nicht, waren mir aber auch egal.


Freitag, 14. August 2015

Wie Babys ohne Tragen auskommen (müssen)

Die Babyschaukel im Wald.

Nach dem viele davon erfahren haben, dass ich schwangerschaftsassoziierte Osteoporose habe, hatten manche kaum glauben können, dass Babys groß werden können, auch wenn man sie gar nicht trägt. Es ging jedoch.
Ich bin nicht unsportlich und konnte schon 20 Kilorucksäcke tragen, daher dachte ich, ich trage dann auch mal beide Kinder. Als ich das das 1x Mal gemacht habe, brach wohl ein Wirbel und es blockierte etwas sehr eklig, zu mindestens brach ich zusammen und konnte nur mit Hilfe aufstehen.
Schon wenn ich ein Kind getragen habe, fühlte es sich an, wie das Tragen eines 20 Kilo Rucksack nach einem Tag. Dass ich geschädigte Wirbel und starke Osteoporose hatte, wusste ich da noch nicht. Immer wieder dachte ich dann, dass Kinder Traglinge wären und so oft wie möglich getragen werden müssen und so und hab ich es eisern versucht. Bis mir ein Baby beim Hochnehmen runterfiel - in sein Bettchen glücklicherweise und ich auf das Gitter des Betts. Ich hab dann zum Schutz der Babys sie konsequent 3-4 Monate gar nicht getragen, wenn ich sie im Bett bewegen wollte hab ich sie gerollt. Auch sonst hatte niemand Geduld die Babys länger zu tragen und außerdem wurde es auch starken Männern schnell zu schwer, bzw. erschien uns das Tragen im Tragetuch mit zwei Babys wie ein unbequemes Gequetsche. 

Als Ersatz für das Tragen haben wir zwei Tragetaschen für den Kinderwagenanhänger genommen, die haben wir an ein stabiles Gummiseil gebunden und dann in der Wohnung aber auch draußen gewippt, über einen Umlenker gab es ein Seil wodurch das Wippen bequem war, sogar in (unserem) Schlaf konnten wir das einmal machen. Für mich war das immer eine Notrettung, wenn ich die Kinder sonst nicht beruhigen konnte. Das Einschlafen ging in den ersten 2,5 Monaten zunächst nur auf mir, in der Zeit nach der Diagnose wurden sie intensiv gewippt, dann wurde das Wippen immer weniger. Eine gewisse Zeit hab ich die Kinder beim Einschlafen im Bett, dann noch "gewackelt", dann wurde das Wackeln weniger, es wurde zum Festhalten und mit 6,5 Monaten schlafen sie eigentlich ohne Zutun aber mit Schnuller ein, teilweise murmeln sie noch vor dem Schlaf oder weinen mal ganz kurz.
Außerdem hab ich mich hingelegt auf den Rücken und die Babys auf mir rumtollen gelassen. Auch mit angewinkelten Beinen im Liegen kann man sie auf sich setzen lassen - dies ging natürlich auch nicht immer. Als ich am Anfang noch gestillt habe, da konnte ich sie auch nicht zum Bäuerchen hochnehmen, also hab ich sie nach dem Stillen auf den Bauch gedreht, da konnten sie dann rülpsen. Zum Glück hatten die Kinder keine gesundheitlichen Probleme und haben nie wirklich gespuckt.
Nun ist es für mich selbstverständlich, dass die Kinder liegen und sich aus dem Liegen heraus bewegen und das machen sie sehr gern. Jetzt trage ich die Babys nur kurz zum Wickeltisch, vom Bett auf den Boden, in den Kinderwagen, mal auf die Wiese im Hof oder gehe einmal am Tag mit einem Baby durch die Wohnung. Wenn andere da sind, bitte ich zunächst immer darum, dass die Babys getragen werden.